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Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

die neue Gesamtschule der Kreisstadt Siegburg ist zu Beginn des Schuljahres 2013/14 gegründet worden.
Diese Konstellation bietet für alle Beteiligten – Schüler*innen Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Kolleg*innen - die einmalige Chance, eine Schule mit zu gestalten. Hierzu möchte ich auch Sie bzw. euch herzlich einladen: Bei uns können Sie, bei uns könnt ihr Ideen und Vorstellungen einbringen und auf diese Weise das Schulleben entscheidend mit entwickeln und ausformen. So ist in den kommenden Zeilen einiges noch etwas vage gehalten; das liegt einfach in dem Umstand begründet, dass über viele Entscheidungen, die etwa die Jahrgänge 11-13 betreffen, erst unmittelbar im Jahr vorher die Schulkonferenz entscheidet. Also:

Mitarbeit ausdrücklich erwünscht.


Wir sind eine Gesamtschule im Aufbau. Das heißt, wir „wachsen“ jährlich um einen Jahrgang, da wir jeweils eine neue Fünf aufnehmen und die vorhandenen Jahrgänge eins höher rücken. In wenigen Jahren wird aus einem relativ kleinen System - mit zurzeit 660 Schüler*innen und 52 Lehrer*innen - eine mittelgroße Gesamtschule erwachsen, die alle Wahlangebote garantieren kann, die in unserer Schulform üblich sind. Dabei werden wir im Laufe der Zeit einen immer größeren Teil der Räumlichkeiten im Schulzentrum beziehen. Also:


Die Zukunft der Schule ist detailliert geplant und gesichert


Wir sind die Gesamtschule der Kreisstadt Siegburg. Das bedeutet, bei uns findet jedes Kind einen Platz, unabhängig von Schulformempfehlung oder Herkunft (natürlich im Rahmen unserer Aufnahmekapazitäten):

  • Wir ermöglichen es jedem Kind, sich in aller Ruhe zu entwickeln.
  • Bei uns müssen Sie, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, nicht Ende der 4. Klasse entscheiden, welche Potenziale in Ihrem Kind stecken.
  • Bei uns müssen Sie sich nicht schon zu diesem (ver-)früh(t)en Zeitpunkt mit solchen Fragen befassen:
    • Welchen Abschluss schafft mein Kind?
    • Verbaue ich ihm mit dieser oder jener Entscheidung die Zukunft?
  • Bei uns brauchen Sie keine Angst davor zu haben, dass Ihr Kind im Falle einer vorübergehenden Leistungsschwäche die Lerngruppe oder gar die Schule verlassen muss.
  • Bei uns werden alle Kinder nach ihren Möglichkeiten gefördert und gefordert, sodass sie den für sie optimalen Bildungsweg erfolgreich absolvieren können.
  • Bei uns kann Ihr Kind alle Abschlüsse des deutschen Schulsystems erreichen:
    • den Hauptschulabschluss nach Klasse 9,
    • den Hauptschulabschluss nach Klasse 10,
    • den Mittleren Schulabschluss,
    • den Mittleren Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe,
    • die Fachhochschulreife,
    • das Abitur
  • Bei uns bleibt jedes Kind (in der Regel) bis Ende des Jahrgangs 10 in der gleichen Klassengemeinschaft: Einer Klassengemeinschaft, deren Entwicklung wir gerade am Anfang große Aufmerksamkeit widmen.
Also:


Bei uns ist jedes Kind willkommen (und bleibt auch mindestens bis zur 10. Klasse bei uns).


Wir sind die Gesamtschule in der Kreisstadt Siegburg. Wir kooperieren mit regionalen Vereinen und Institutionen, planen weitere Kooperationen und wollen so auch einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft Siegburg leisten. Also:

Wir sind eine wichtige Ergänzung des Bildungsangebots in Siegburg.


Wir sind eine inklusive Gesamtschule. Bei uns lernen Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam mit Kindern ohne einen solchen Bedarf. Wir wollen voneinander und miteinander lernen und niemanden ausgrenzen, unabhängig von Herkunft, von Fähigkeiten oder Handikaps. Wir wollen vermitteln, dass jede Schülerin und jeder Schüler etwas zum Erfolg einer Gruppe beitragen kann und dadurch Toleranz und Akzeptanz unter den Kindern fördern.


Wir grenzen niemanden aus.



Unterricht

Gebundener Ganztag
Wir sind eine Schule mit einem „gebundenen Ganztag“. Dieses etwas sperrige Wort bezeichnet Schulen, die an drei Tagen verpflichtenden Nachmittagsunterricht durchführen.
Wir beginnen täglich um 800 Uhr, am Montag, Mittwoch und Donnerstag endet der Unterricht um 15.45 Uhr, am Dienstag und Freitag um 1315 Uhr. Dienstags bieten wir zusätzlich ein freiwilliges Betreuungsangebot für die Schüler*innen an, die dies wünschen.
Insgesamt umfasst der Pflichtunterricht 36 Wochenstunden (36 x 45 Minuten).

Stundentafel
Der Großteil der Unterrichtsfächer ist durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung vorgegeben. Die Auflistung der Fächer folgt unten. Ein fester Bestandteil des Unterrichts in Stufe 5 sind wöchentlich zwei Klassenlehrer*innen-Stunden (Stufen 6 -8: je 1 Stunde). Hier stehen Klassenthemen im Fokus: Konfliktlösungsstrategien, Arbeitstechniken, Grundregeln des Zusammenlebens und –arbeitens, aber auch individuelle Förderangebote.

Fächer/Leistungsebenen
An der Gesamtschule Siegburg werden ab Klasse 5 folgende Fächer unterrichtet:

  • Deutsch, Mathematik und Englisch (je 5-stündig)
  • Sport, Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften (je 3-stündig)
  • Musik, Religion (bzw. Praktische Philosophie) und Kunst (je 2-stündig)
  • Hauswirtschaft und Informatik im Halbjahreswechsel (je 2-stündig)
  • zusätzlich 2 Klassenlehrer*innen-Stunden (nur in Klasse 5)

Ab Klasse 6 wählen die Schüler*innen ein Wahlpflichtfach als viertes Hauptfach, hier stehen Darstellen und Gestalten (ein musisch- künstlerisches Fach), Arbeitslehre (mit den Teilbereichen Hauswirtschaft, Technik und Wirtschaft), Naturwissenschaften und als zweite Fremdsprache Französisch zur Auswahl.

Ab Klasse 7 erfolgt die Zuweisung zu unterschiedlichen Anspruchsebenen (E = Erweiterungsebene und G = Grundebene), zunächst in Englisch und Mathematik, ab Klasse 8 in Deutsch und ab Klasse 9 in Chemie. Die Zuweisung der Schüler*innen zu den Anspruchsebenen ist von Bedeutung für die Qualifikation für den mittleren Schulabschluss und das Abitur bzw. Fachabitur.

Ab Klasse 8 wird als dritte (bzw. zweite) Fremdsprache Spanisch angeboten. Letztmalig kann in der Stufe 11 die für das Abitur notwendige zweite Fremdsprache gewählt werden.
Eine tabellarische Übersicht der Besonderheiten in den einzelnen Jahrgangsstufen finden Sie unter dem entsprechenden Stichwort auf dieser Homepage.

Lernzeiten und Hausaufgaben
Die drei Hauptfächer (D, M, E) werden 5-stündig unterrichtet; davon 3 Stunden im Klassenverband und 2 Stunden in leistungsdifferenzierten Gruppen (in der leistungsstärksten Gruppe wird auf Gymnasial-Niveau unterrichtet, in der leistungsschwächsten Gruppe stehen die besonderen Bedürfnisse der Schüler*innen mit Lernproblemen im Fokus). Diese zwei Stunden nennen wir Lernzeit. In den Lernzeiten werden die Themen aus dem Klassenunterricht vertiefend geübt. Die Einteilung der Lernzeit-Gruppen erfolgt durch die Fachlehrer*innen auf der Basis des individuellen Leistungsstandes, ein Wechsel der Leistungsebene ist jeweils am Halbjahresende möglich.
Wir bilden zurzeit nach Möglichkeit aus 4 Klassen 6 Lernzeitgruppen, die Gruppen sind also mit durchschnittlich 18 Schüler*innen wesentlich kleiner als die Klassen - dies ermöglicht ein individuelleres Arbeiten als im Klassenverband.
Traditionelle Hausaufgaben werden nicht erteilt, Ausnahmen sind z.B. das Erlernen von Vokabeln oder das Auswendiglernen eines Gedichtes im Fach Deutsch im Rahmen eines Wochenplans (also nicht von einem auf den anderen Tag!).
Hintergrund sind drei sich ergänzende Erfahrungen:

  • Hausaufgaben sind bei den Schüler*innen, die den jeweiligen Lerninhalt verstanden haben, nicht sinnvoll, weil diese Schüler*innen den Stoff bereits beherrschen.
  • Hausaufgaben sind bei den Schüler*innen, die den Lerninhalt noch nicht beherrschen, ebenfalls nicht sinnvoll, weil sie nicht in der Lage sind, sie zu erledigen.
  • Somit tritt im besten Fall der allseits beklagte Zustand ein, dass letztlich die Eltern oder andere Unterstützer die Hausaufgaben für ihre Kinder erledigen, was aus unserer Sicht nicht das Ziel von Schule sein kann und darf.

Die Schüler*innen erhalten allerdings in den Unterrichtsstunden Aufgaben, die so bemessen sind, dass sie in der Schule erledigt werden können. Diejenigen, die diese Möglichkeit nicht nutzen, müssen diese Aufgaben zu Hause beenden.

Abschlüsse
Die Schüler*innen können an der Gesamtschule – wie weiter oben bereits angeführt – alle Schulabschlüsse des deutschen Schulsystems vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur erwerben. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I, abgekürzt „APO-SI“, (besonders §43 [4]), sowie der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe, der „APO-GOSt“, festgeschrieben und werden natürlich auch an unserer Schule umgesetzt.
Wer sich über die einzelnen Schulabschlüsse und den Weg zum Abitur an der Gesamtschule detailliert informieren möchte, kann dies unter folgender Internetadresse nachlesen: Übersicht "Ausbildungs- und Prüfungsordnung" des Schulministeriums

Die Taktung
Wir unterrichten in einer 45 Minuten-Taktung, wobei der größte Teil der Unterrichtsfächer in Doppelstunden zu 90 Minuten erteilt wird.
Dieses „Doppelstundenprinzip“ ermöglicht einen verstärkten Einsatz schülerzentrierter Arbeitsformen, was in unseren heterogenen Lerngruppen ein wichtiges und zentrales Gestaltungsmerkmal von Unterricht ist. Zusätzlich verringern wir die Anzahl der Fächer pro Tag, was wiederum nicht zuletzt zu leichteren Schultaschen führt.

Die Ganztags-Rhythmisierung
Nach Möglichkeit unterrichten wir in 90-Minuten-Blöcken (siehe oben). (Fast) alle Fächer werden sowohl vormittags als auch nachmittags erteilt. Nach der Mittagspause findet allerdings – abgesehen von den Lernzeiten – kein Unterricht in den Fächern mit Klassenarbeiten statt.
In den Stufen 5-7 nehmen die Schüler*innen an einem Nachmittag an einer frei gewählten Pflicht-Arbeitsgemeinschaft teil. Sie können dabei unter sportlichen, musischen, künstlerischen und informationstechnologischen Angeboten auswählen.
In den Klassenlehrer*innen-Stunden legen wir unser Hauptaugenmerk auf die Bildung und Stärkung der Klassengemeinschaft, auf Konfliktlösungsstrategien und auf die Persönlichkeitsentwicklung.

In den Ganztagsunterricht integriert ist eine 60-minütige Mittagspause, in der die Schüler*innen die Möglichkeit haben, ein warmes Mittagessen in der Mensa einzunehmen und anschließend verschiedene Freizeitangebote wahrzunehmen. Hierzu verfügen wir über beaufsichtigte Räumlichkeiten, in denen man spielen oder sich auch einfach nur ausruhen kann. Zusätzlich bietet der Schulhof verschiedene Möglichkeiten, sich körperlich an der frischen Luft zu betätigen.

Versetzung
An Gesamtschulen gibt es generell bis einschließlich Klasse 9 kein Sitzenbleiben. Die Schüler*innen gehen in der Regel automatisch in die nächsthöhere Jahrgangsstufe über, freiwillige Wiederholungen sind aber auf Antrag möglich bzw. werden in Einzelfällen empfohlen.
Ab dem Übergang in die Jahrgangsstufe 10 greifen dann die in den anderen Schulformen üblichen Versetzungsregeln, da mit dieser Versetzungsentscheidung der Erwerb des ersten Schulabschlusses, dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9, verbunden ist.

Klassenbildung
In einer Gesamtschule gilt bei der Klassenbildung die Drittelparität: Alle Schüler*innen werden im Anschluss an das Anmeldeverfahren zunächst auf der Basis der Grundschulnoten in den Hauptfächern einer von drei Leistungsgruppen zugeordnet:

  • 1/3 der Gruppe mit einem guten bis sehr guten Notendurchschnitt
  • 1/3 der Gruppe mit einem mittleren Notendurchschnitt
  • 1/3 der Gruppe mit einem schwächeren Notendurchschnitt

Anschließend werden die Kinder gleichmäßig auf die Klassen verteilt, sodass in jeder Klasse je 1/3 der Schüler*innen einer der drei Leistungsgruppen entstammt und sich so jede Klasse leistungsheterogen zusammensetzt.
Den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder wird durch differenzierte Aufgabenstellungen Rechnung getragen. Die Regelklassen sind 29 Schüler*innen groß.

Inklusion/gemeinsamer Unterricht
Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf („Inklusion“) ist uns ein wichtiges Anliegen:

  • In der Hälfte unserer Klassen findet dieses gemeinsame Lernen statt.
  • In diesen Klassen sind bei einer Gesamtgröße von 25 Schüler*innen 4-5 Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf.
  • Sonderpädagog*innen sowie Integrationshelfer*innen unterstützen die Lehrkräfte.
  • Die Quote der Doppelbesetzungen in den Inklusionsklassen liegt bei ca. 75% der Unterrichtszeit. Doppelbesetzung heißt, dass die Klasse in dieser Zeit von zwei Lehrer*innen unterrichtet wird; die zweite Lehrkraft verfügt allerdings nicht in jedem Fall über eine Qualifikation als Sonderschulpädagogin bzw. –pädagoge.

Sie werden bei der Anmeldung gefragt, ob Sie den Wunsch haben, dass Ihr Kind in einer solchen Klasse des gemeinsamen Lernens unterrichtet wird.


Interkulturelle Kompetenzen

Grundsätzliches
(Alle) Kinder haben (in allen Schulen und allen Schulformen) unterschiedliche Lernvoraussetzungen. Wir begreifen dies als Bereicherung und nutzen Netzwerke zur Unterstützung beim professionellen Umgang mit dieser Vielfalt.

QuisS 100
Wir gehören zu einem Netzwerk mit dem Namen QuisS 100 (Qualität in sprachheterogenen Schulen). Die zurzeit 100 QuisS-Schulen setzen wissenschaftlich erarbeitete Lernkonzepte zur Gestaltung von Unterricht für Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Lernvoraussetzungen um. Die Kolleg*innen in den Schulen werden hierzu intensiv fortgebildet. Es finden zusätzlich regelmäßige Tagungen zum Erfahrungsaustausch unter den beteiligten Schulen statt.

LiGa
Unsere Schule gehört einem landesweiten Netzwerk (LiGa = Lernen im Ganztag) an, in dem Ideen und Konzepte zur Ausgestaltung des Ganztagsunterrichts vorgestellt und entwickelt werden. Konkret befassen wir uns mit einer Verbesserung und regelmäßigen Evaluation unserer Lernzeiten.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Seit Anfang des Jahres 2017 gehört die Gesamtschule Siegburg dem bundesweit größten Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an. Damit verpflichten sich alle am Schulleben beteiligten Personen, dass sie sich zukünftig 1. dafür einsetzen, nachhaltige Projekte an der Schule zu entwickeln, um Diskriminierungen zu überwinden, 2. gegen Gewalt und diskriminierende Äußerungen oder Handlungen wenden und 3. dafür einsetzen, dass an der Schule einmal im Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierung durchgeführt wird.
Unser Ziel ist neben der Prävention von diskriminierenden/rassistischen Äußerungen und Handlungen innerhalb der Schule und wünschenswerterweise auch im außerschulischen Bereich eine Förderung des politischen Engagements der Schüler*innen sowie eine daraus hervorgehende Stärkung des Selbstwirksamkeitsgefühls.

Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie
Unsere Gesamtschule ist seit Anfang 2018 Teil des bundesweiten Antidiskriminierungsprojekts „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“. Damit möchten wir einem weiteren Bereich von Diskriminierung gezielt entgegentreten: Homophobie und Transphobie. Auch mit Hilfe von außerschulischen Expert*innen sollen diese Themen im Schulalltag aufgegriffen werden. Ein großer Teil des Lehrer*innen-Kollegiums nahm und nimmt bereits an einer Fortbildung zu Themen der Akzeptanz und Antidiskriminierung gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt vor. Außerdem nehmen alle Schüler*innen im Jahrgang 8 im Rahmen der Sexualpädagogik an einem Bildungsworkshop von „SCHLAU“ (Schwul Lesbisch Bi Trans* Aufklärung) teil.


Schulleben

Fahrten
Wir führen Klassenfahrten in den Stufen 5 und 8 durch. Die Schüler*innen im Jahrgang 5 verbringen 3 Tage (2 Übernachtungen) und die Schüler*innen im Jahrgang 8 5 Tage (4-5 Übernachtungen) in schülergerechten Unterkünften.
In beiden Jahrgangsstufen liegt das Hauptaugenmerk bei diesen Fahrten auf Programmen zur Stärkung der Klassengemeinschaft, zur interkulturellen Toleranz und zur Gewaltprävention.
In Stufe 10 erfolgt die Abschlussfahrt (4-5 Übernachtungen) der Sekundarstufe I.
In Stufe 9 bieten wir eine freiwillige Skifahrt an. Hinzu kommen Tagesausflüge, bei denen vor allem im Rahmen der weiter unten erläuterten Projektwochen außerschulische Lernorte besucht werden (z.B. Museen).

Schüleraustausch mit Gorzów Wielkopolski
Seit dem Schuljahr 2016/2017 führen wir einen Schüleraustausch mit dem Gimnazjum Nr. 9 in Gorzów Wielkopolski in Polen durch. Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7 und 8 können an dem Schüleraustausch teilnehmen. Sie wohnen während des 6-tägigen Aufenthalts bei ihren polnischen Austauschpartnern und nehmen beim Gegenbesuch einen Austauschpartner auf. Die Schüler*innen arbeiten sowohl in Polen als auch beim Besuch in Siegburg zusammen mit ihren Austauschpartnern an einem gemeinsamen, englischsprachigen Projekt (z.B. ein Jugendreiseführer). Die Jugendlichen lernen während dieses Austauschs eine andere Kultur kennen und schulen ihre Englischkenntnisse. Das deutsch-polnische Jugendwerk und der Förderverein der Gesamtschule unterstützen den Schüleraustausch durch Zuschüsse.

Musik
Die Gesamtschule verfügt über einen jahrgangsgemischten Schulchor. Der Chor tritt vor allem bei schulischen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Schule auf. Zu nennen sind hier vor allem die Schulfeste und der Tag der offenen Tür. Der Schulchor gibt aber auch unseren Ausstellungseröffnungen einen musikalisch-festlichen Rahmen (s.u.) und veranstaltet Konzerte z.B. in örtlichen Altenheimen.
Weiterhin gibt es im Rahmen der schulischen Arbeitsgemeinschaften eine Schulband, die z.B. bei Einschulungsfeiern auftritt.

In Kooperation mit der Engelbert-Humperdinck-Musikschule der Stadt Siegburg haben Schüler*innen bei uns die Möglichkeit, im Rahmen eines „Drehtürmodells“ vormittags in der Schule ein Musikinstrument zu erlernen. Dabei wird an einem festen Wochentag jeweils eine Stunde des regulären Fachunterrichts durch eine Stunde Instrumentalunterricht ersetzt, wobei die Fachunterrichtsstunden alternieren. Dadurch verpassen die Schüler*innen nicht immer die gleiche Unterrichtsstunde. Zusätzlich zum Instrument lernen die Schüler*innen durch dieses Drehtürmodell, sich selbst zu organisieren und Verantwortung für ihren eigenen Lernfortschritt zu übernehmen.

Kunst
Bei Ausstellungen in Siegburg präsentieren unsere Schüler*innen regelmäßig ihre besten Arbeiten. Ausstellungsorte waren in den vergangenen Jahren u.a. das Pumpwerk und die Kunst-und Ausstellungshalle in der Luisenstraße.

Englisch-Wettbewerb Big Challenge
Der Big Challenge ist ein Englischwettbewerb für Schüler*innen der 5. bis 9. Klasse, an dem wir regelmäßig mit allen Schüler*innen der entsprechenden Jahrgänge teilnehmen. Der Test wird in der Schule absolviert. Die Schüler*innen beantworten 45 Multiple-Choice-Fragen zu Wortschatz, Grammatik, Phonetik und Landeskunde in 45 Minuten. Ziel des Big Challenge ist, den Schüler*innen einen pädagogischen, spielerischen Anreiz zu geben, ihre Englischkenntnisse zu verbessern.

Sport
Sport wird in allen Jahrgangsstufen dreistündig unterrichtet, in den Stufen 5 und 6 ist je ein Halbjahr pro Klasse Schwimmunterricht fester Bestandteil des Faches Sport.
Wir führen einmal im Schuljahr ein Sportfest durch und nehmen u.a. mit einer Staffel am Bonn-Marathon teil. Weiterhin gibt es seit dem Schuljahr 2017/18 einen Spendenlauf zugunsten zweier Hilfsorganisationen.

Tanz
Wir führen regelmäßig Street Dance-Projekte durch und haben eine Tanz-AG, bei der verschiedene zeitgenössische Tanzformen vermittelt werden.

Tag der offenen Tür
Wir präsentieren uns und unsere Arbeit einmal im Jahr im Rahmen eines Tages der offenen Tür (in der Regel an einem Samstag im letzten Novemberdrittel). Hier haben vor allem die Schüler*innen der jeweiligen Stufe 4 der Grundschulen sowie ihre Eltern die Gelegenheit, sich über das Konzept der Gesamtschule im Allgemeinen und der Gesamtschule der Kreisstadt Siegburg im Besonderen zu informieren und auf dieser Basis ihre Entscheidung über den Besuch einer weiterführenden Schule in Siegburg zu treffen.

Projektwochen
Die Gesamtschule führt im Laufe eines Schuljahres verschiedene Projektwochen durch, in deren Verlauf sich die Schüler*innen unter Anleitung ihrer Lehrer*innen und teilweise auch von außerschulischen Kooperationspartnern fachübergreifend mit einem Thema vertiefend beschäftigen und ihre Ergebnisse am Ende der Schulöffentlichkeit präsentieren.
Einige Projektinhalte sind festgeschrieben und werden in jedem Jahr durchgeführt:

  • In der Stufe 6 stehen Projekte zur Gewaltprävention im Fokus.
  • Die Stufe 7 beschäftigt sich mit der „Suchtprävention im Bereich neue Medien“; die Schüler*innen befassen sich mit den Chancen und Gefahren, welche die Nutzung der neuen Medien mit sich bringen.

Die Präsentationen der Projektwochenergebnisse können im Rahmen des Tages der offenen Tür oder eines gesonderten Termins stattfinden.

Kooperationen
Verschiedene Kooperationspartner unterstützen uns bei unserer Arbeit und ergänzen unsere Angebote:

  • Wir kooperieren bei der Ganztagsbetreuung mit dem Kinderschutzbund: Erfahrene Kräfte des KSB leiten Betreuungsangebote in der Mittagspause, unterstützen die Lehrer*innen im Unterricht und ergänzen unser AG-Angebot. So können wir viele verschiedene AGs anbieten.
  • Es gibt eine Kooperation mit dem Siegburger Stadtmuseum, hier werden Schüler*innen als Museumsscouts ausgebildet, die dann anderen Kindern die Schätze des Museums nahebringen.
  • Wir unterstützen die Hilfsorganisationen „Don Bosco“ und „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ durch verschiedene Verkaufs- und Informationsaktionen und einen Spendenlauf. Im Rahmen des Projekts „PfAu – Paten für Ausbildung“ kooperieren wir mit der Diakonie in Siegburg: Ehrenamtliche erwachsene Pat*innen betreuen dabei einige unserer Schüler*innen ab dem 8. Jahrgang bis ein Jahr nach Schulabschluss, unterstützen sie bei der Berufsfindung, beim Bewerbungsschreiben und bei allem, was mit der Selbstorganisation und der Berufsvorbereitung zusammenhängt.
  • Die Gesundheitsagentur Troisdorf unterstützt uns im Rahmen der Sexualpädagogik mit Präventionsworkshops im Jg. 8.
  • Im Rahmen eines Promotionsvorhabens zum Thema „Forschendes Lernen im Optikunterricht unter Berücksichtigung stark heterogener Lerngruppen“ kooperieren wir mit der Universität zu Köln.
  • In Zusammenhang mit dem Angebot, sich ehrenamtlich zu engagieren (s.u.), kooperieren wir mit zahlreichen gemeinnützigen Einrichtungen in Siegburg (z.B. Kindertagesstätten, Seniorenheimen, Grundschulen, Jugendzentren).

Schulsanitätsdienst
Schulsanitäter*innen sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und helfen ihren Mitschüler*innen bei Notfällen. Sie sind fit in Erster Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt und wie man die stabile Seitenlage ausführt. Der Schulsanitätsdienst geht über Erste Hilfe hinaus: Schulsanitäter*innen übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler*innen. Sie sind bei Unfällen in der Schule als Erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und informieren, wenn nötig, den Rettungsdienst.
Interessierte Schüler*innen werden ab der Stufe 8 gemeinsam von unserem Schulsozialarbeiter Herrn Ennenbach, der sog. Kooperationslehrer und Breitenausbilder ist, geschult. Die Jugendlichen lernen, was in Notfällen zu tun ist und wie sie Gefahren frühzeitig erkennen, bevor etwas passiert.

Streitschlichtung
Streit und Auseinandersetzungen gehören zum Schulalltag und sind nicht grundsätzlich „schlecht“, denn auch den richtigen Umgang mit Konflikten kann man lernen. Aus diesem Grund ist die Streitschlichtung an unserer Schule fester Bestandteil des Schulprogramms.
Dabei geht es nicht um die Suche nach Schuldigen, sondern um das Verständnis füreinander in und nach einer bestimmten Situation.

  • Ziele
    • Verbesserung des Schulklimas durch den Aufbau und die Entwicklung einer zivilisierten und angstfreien Streitkultur
    • Entwicklung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen bei Schüler*innen
    • Entlastung von Lehrer*innen
  • Streitschlichter*innen und ihre Ausbildung
    • Ausgebildet werden sozial kompetente und aufgeschlossene Schüler*innen ab Stufe 8, die bereit sind, sich für ihre Mitschüler*innen und die Schule zu engagieren. Im Rahmen von zwei Wochenstunden erfolgt die theoretische und praktische Ausbildung. Zum Abschluss bekommen die Streitschlichter*innen ein Zertifikat und eine Bemerkung auf das Zeugnis.

Ehrenamtliches Engagement
Unsere Schüler*innen haben die Möglichkeit, sich vorbereitet und angeleitet außerschulisch zu engagieren, z.B. im Rahmen der AG „Wir tun was!“ oder (nach Möglichkeit) im Rahmen von Ergänzungsstunden. Das Engagement-Projekt ist angegliedert an die Service Learning-Initiative „sozialgenial“, die vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW unterstützt wird.
Im Projekt wird Lernen mit bürgerschaftlichem Engagement an Lernorten außerhalb der Schule verbunden. Praktisch könnte das zum Beispiel so aussehen, dass die Schüler*innen einen PC-Einführungskurs im Seniorenheim oder eine regelmäßige Vorlesestunde im Kindergarten anbieten. Es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich zu engagieren – die Schüler*innen wählen ihren Einsatzort entsprechend der eigenen Interessen und Fähigkeiten selbst aus.


Schulfeste

Karneval
Weiberfastnacht veranstalten wir eine Feier in der Mensa, die einzelnen Klassen bereiten Beiträge vor, die sie ihren Mitschüler*innen präsentieren: Die Stimmung bei den bisherigen Durchläufen war einfach toll!

Sommerfest
Jeweils kurz vor Ende eines Schuljahres feiern wir - die Schüler*innen, die Kolleg*innen und natürlich auch die Eltern und Erziehungsberechtigten - gemeinsam den Schuljahresabschluss. Die Klassen präsentieren besonders gelungene Arbeitsergebnisse, es gibt Aufführungen und natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Im vergangenen Schuljahr fand nicht zuletzt ein breites Angebot an Spielen für Kinder jeden Alters begeisterten Anklang.

Sportfest
Ebenfalls zum Ende eines Schuljahres findet ein Sportfest statt. Die inhaltliche Gestaltung variiert, das Fest wird von der Fachkonferenz Sport geplant und durchgeführt.


Beratung

a) Beratung im Schulalltag
Selbstverständlich können und wollen wir die Erziehungsaufgabe des Elternhauses lediglich ergänzen, niemals aber ersetzen.
Daher bieten wir den Erziehungsberechtigten ein kompetentes und kontinuierliches Beratungsangebot im Rahmen unserer Elternsprechtage und unserer verschiedenen Informationsveranstaltungen an, ergänzend kann über das Sekretariat oder den Schulplaner jederzeit der Kontakt zu den Lehrer*innen aufgenommen werden.

b) Das Beratungsteam
Zusätzlich hält unser Beratungsteam ein darüber hinausgehendes Angebot vor. Dieses Beratungsteam besteht aus einem Schulsozialarbeiter, einer Beratungslehrerin sowie einer weiteren sozialpädagogischen Fachkraft und berät Schüler*innen, aber auch Erziehungsberechtigte bei allen Fragen rund um das Thema Schule.

c) Informationsveranstaltungen
Die Erziehungsberechtigten aller Jahrgangsstufen erhalten die notwendigen Informationen zu allen Schnittstellen im schulischen Werdegang der Schüler*innen im Rahmen von Informationsveranstaltungen:

  • Stufe 5: Informationsabend zur Wahl des Wahlpflicht-Faches
  • Stufe 6/7: Informationsabend zur Einteilung der E- und G-Kurse und zu den Konsequenzen für mögliche Schulabschlüsse
  • Stufe 8: Informationsabend zur Berufswahl bzw. Potenzialanalyse
  • Stufe 9/10: Informationsabend zu den Abschlüssen
  • Stufe 11: Informationsabend zur Oberstufe (geplant)


KAoA („Kein Abschluss ohne Anschluss“)

Alle Bausteine der Berufswahlvorbereitung sind in dem „KAoA“ abgekürzten Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ gebündelt. Die Gesamtschule setzt diese Bausteine selbstverständlich um. Im Einzelnen:

  • Stufe 5-7: In den Stufen 5 und 6 ermutigen wir die Schüler*innen im Rahmen des girls&boys days erstmalig in das Berufsleben „hineinzuschnuppern“; ab der Stufe 7 ist die Teilnahme verpflichtend.
  • Stufe 8: Als erster Baustein von KAoA wird die Potenzialanalyse durchgeführt. Die Schüler*innen durchlaufen ein genormtes Testverfahren, die Ergebnisse sind Grundlage für das Portfolio „Berufswahlpass“. In einer Berufsorientierungswoche werden erste Einblicke in verschiedene Berufsfelder vermittelt.
  • Stufe 9: In einem dreiwöchigen Praktikum erleben die Schüler*innen den Berufsalltag in einem selbst gewählten Unternehmen; zusätzlich werden im Rahmen von Betriebsbesichtigungen und dem Besuch von Berufswahlmessen und des Berufsinformationszentrums („BIZ“) weitere Berufsfelder erkundet.
  • Stufe 10: Weitere Berufsfelderkundungen und gezieltes Bewerbungstraining ermöglichen den Schüler*innen den erfolgreichen Start in ihren Wunschberuf.
  • Stufe 11: Die Studien- und Berufswahlberatung unterstützt den beruflichen Werdegang im Anschluss an Fachabitur oder Abitur.

Und was sonst noch wissenswert und wichtig ist

Schließfächer
Sie können bei einem privaten Anbieter für Ihr Kind ein Schließfach anmieten. Die Schließfächer stehen im Schulgebäude in der Nähe der Klassenräume und kosten zurzeit 24€ pro Schuljahr. Informationen zur Kontaktaufnahme mit dem Anbieter erhalten Sie im Sekretariat.

Kulinarisches
Die Mensa im Schulzentrum bietet montags bis freitags drei Wahlessen zum Preis von 3,20 € an. Es gibt täglich mindestens ein vegetarisches Angebot, Schweinefleisch wird nicht verarbeitet. Zusätzlich kann man in allen Pausen an einem Kiosk Brötchen, Getränke und Snacks käuflich erwerben.
Die Schüler*innen benötigen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr in der Mensa entweder eine Kontokarte mit Geldkartenchip der Sparkasse oder eine Kontokarte einer anderen Bank mit Onlinebanking-Funktion.

Schulplaner
Wir haben in unserer Schule einen verbindlichen Schuljahreskalender in Form eines Ringbuchs für alle Schüler*innen, den „Schulplaner“. Er vereinfacht die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus, regt zur Reflexion des Unterrichtsinhalts an und fördert die Selbstorganisation. Der Schulplaner wird einmal wöchentlich sowohl von den Erziehungsberechtigten als auch von den Klassenlehrer*innen unterschrieben.

Ausstattung
Alle Klassenräume sind mit interaktiven White-Boards ausgestattet. Es besteht eine Zusage des Schulträgers, dass dies auch für die zukünftig einzurichtenden neuen Klassen gesichert ist.
Wir verfügen zurzeit zusätzlich über 4 Laptopwagen für den Einsatz in den Klassen und über einen Computerraum.