
AKTUELLES AUS UNSERER SCHULE
Phase des Aufbruchs
Basteln für den guten Zweck – Erlös geht an das Troisdorfer Tierheim
Für Vielfalt – gegen Diskriminierung
Maßgeschneiderte Erste-Hilfe-Ausbildung für den Bildungscampus Neuenhof
Sicherheit beginnt mit Wissen – und mit Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Die Städtische Gesamtschule am Michaelsberg in Siegburg zeigt, wie das geht: Alle zwei Jahre organisiert sie eine umfassende Erste-Hilfe-Ausbildung für Mitarbeitende des Bildungscampus Neuenhof, die auch in diesem Jahr wieder in enger Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Rhein-Sieg e.V. stattfand.
Besonders hervorzuheben ist die praxisnahe Ausrichtung der Schulung: Die Inhalte wurden methodisch und didaktisch so konzipiert, dass typische Szenarien aus dem Schulalltag im Mittelpunkt standen. Gemeinsam mit den 16 Teilnehmenden wurden diese Situationen erarbeitet, nach Schwerpunkten geordnet und gezielt trainiert – vom Sportunfall über Kreislaufprobleme bis hin zu emotionalen Krisenmomenten. So entstand ein Kurs, der nicht nur informiert, sondern konkret auf die Bedarfe des Bildungscampus abgestimmt ist.
Geleitet wurde die Ausbildung von DRK-Kooperationslehrer Herrn Ennenbach, der mit Einfühlungsvermögen, Fachwissen und einem Repertoire an Medien und Methoden durch die Inhalte führte. Die Teilnehmenden brachten eine hohe Motivation und viele Fragen mit – und erhielten anschauliche, praxisnahe Antworten, die Sicherheit im Ernstfall geben.
Ein weiterer Baustein der Vorsorge an der Gesamtschule ist auch die Ausstattung mit zwei automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs), die auf dem Campus auch für Kindernotfälle bereitstehen. Das teilnehmende Kollegium wurde im Umgang mit diesen lebensrettenden Geräten eingewiesen – ein wichtiger Schritt, um im Notfall schnell und effektiv handeln zu können.
„Erste Hilfe ist mehr als ein Kurs – sie ist Ausdruck von Fürsorge und Gemeinschaft“, betont das Organisationsteam der Schule. Die regelmäßige Schulung stärkt nicht nur die Handlungskompetenz der Mitarbeitenden, sondern auch das Sicherheitsgefühl aller Beteiligten. Die Gesamtschule am Michaelsberg zeigt damit eindrucksvoll, wie Prävention und Verantwortung im Schulalltag gelebt werden.
Digitale Stärke von Anfang an
Medienkompetenztraining für die Fünftklässler der Gesamtschule am Michaelsberg
Die digitale Welt ist längst Teil des Alltags unserer Kinder – ob beim Chatten, Spielen oder Recherchieren. Doch mit der Nutzung wachsen auch die Herausforderungen: Wie erkenne ich Falschinformationen? Was bedeutet Datenschutz? Und wie verhalte ich mich fair in digitalen Räumen? Die Schulsozialarbeit der Städtischen Gesamtschule am Michaelsberg begegnet diesen Fragen mit einem festen Bestandteil ihres Präventionskonzepts: einem umfassenden Medienkompetenztraining für die Jahrgangsstufe 5.
Das Training begleitet die Schüler*innen über das gesamte Schuljahr hinweg und ist in mehrere Module gegliedert. Ziel ist es, die Kinder frühzeitig zu befähigen, sich sicher, kritisch und verantwortungsvoll in digitalen Medien zu bewegen – eine Fähigkeit, die Fachleute als „digitale Souveränität“ bezeichnen. Dabei geht es nicht nur um technische Kenntnisse, sondern vor allem um Haltung, Selbstschutz und soziale Verantwortung.
Die Inhalte sind altersgerecht und praxisnah gestaltet. In interaktiven Einheiten lernen die Kinder unter anderem, wie man sich respektvoll in Klassenchats verhält, welche Regeln im digitalen Miteinander gelten („Netiquette“) und wie man Konflikte online vermeidet oder deeskaliert. Auch das Thema Cybermobbing wird sensibel und handlungsorientiert behandelt: Die Kinder lernen, Anzeichen zu erkennen, Hilfe zu holen und gemeinsam für ein faires Miteinander einzustehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz persönlicher Daten. Was darf ich posten? Welche Informationen sind privat? Und wie sichere ich mein Smartphone richtig? Diese Fragen werden nicht abstrakt, sondern anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag der Kinder beantwortet. Auch die kritische Bewertung von Informationen – etwa das Erkennen von Fake News – wird geübt, ebenso wie die Sensibilisierung für Risiken wie Cybergrooming, also die gezielte Kontaktaufnahme durch Fremde im Netz.
Die Schulsozialarbeit übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Sie schafft Vertrauen, bietet Raum für Fragen und begleitet die Kinder individuell. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und ergänzende Angebote für Eltern wird das Training zu einem ganzheitlichen Präventionsprojekt, das weit über den Unterricht hinaus wirkt.
„Wir wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern Haltung stärken“, betont Schulleiter Jochen Schütz. Die Rückmeldungen aus den Klassen zeigen: Die Kinder fühlen sich ernst genommen, lernen voneinander und entwickeln ein Gespür für digitale Fairness. Medienkompetenz wird so zur Schlüsselkompetenz – nicht nur für den Schulalltag, sondern für das Leben.
Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Afghanistan
Die Bilder aus den Erdbebengebieten vor allem in der Provinz Kunar in Afghanistan Anfang September zeigten ganze Dörfer, die dem Erdboden gleichgemacht worden sind. Dieses Leid veranlasste Schüler*innen unseres Jahrgangs 13 und unseres Schulsanitätsdienstes, Spenden für das Deutsche Rote Kreuz zu sammeln. Hierfür verkauften die Oberstufenschüler*innen Waffeln und Pizza. Jugendliche des Sanitätsdienstes gingen mit Spendendosen sammeln. Insgesamt kamen 500,00 Euro zusammen.
Symbolisch für das gesammelte Geld, das bereits beim Deutschen Roten Kreuz eingegangen ist, wurde nun der Check an den offiziellen Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, Matthias Ennenbach, übergeben. Von dem Geld werden vor allem Alltagsgegenstände wie Wärmedecken, Eimer und Wasserreinigungstabletten für sicheres Trinkwasser etc. in den Katastrophengebieten gestellt.
Der Schulleiter Jochen Schütz sowie Matthias Ennenbach, der die Spendenaktion der Jugendlichen aktiv unterstützte, erklärten, dass es wichtig sei, in Krisenzeiten schnell zu helfen. Beide betonten, dass Spendenaktionen wie diese mehr als nur finanzielle Unterstützung darstellten. Solche Hilfsaktionen zeigten, dass sich die jungen Menschen aktiv für andere einsetzen und Verantwortung übernehmen.
Diese Spendenaktion steht in einer Reihe ähnlicher Spendenprojekte der Schule, die auch in Zukunft weitergeführt werden, um den Ärmsten der Armen zu helfen.
Wir möchten uns bei unseren Schüler*innen und allen Spender*innen herzlich bedanken.
Chancengeber sein
Oberstufenschüler*innen unserer Schule nehmen seit 2019, dem ersten Oberstufenjahr der Schule, am Talentscouting-Programm der TH/Universität zu Köln teil, das 2018 ins Leben gerufen wurde.
Laut der Bundeszentrale für Bildung gilt für Deutschland immer noch, dass Bildungschancen ungleich verteilt sind und so Bildungserfolg vielfach vom Elternhaus abhängig ist. Das Talentscouting-Projekt der TH/ Universität zu Köln bemüht sich, dieses Missverhältnis auszugleichen.
In einem langfristig angelegten Beratungsangebot entwickeln die Talentscouts mit den Schüler*innen Pläne für ihre jeweilige akademische Zukunft. Zusätzlich umfasst das Programm Informationsworkshops zu Bafög, Studienstiftungen, Assessment Centern, dualen Studiengängen sowie Hospitationsmöglichkeiten an Universitäten. So bietet das Programm unseren Oberstufenschüler*innen Orientierung und Unterstützung mit Blick auf das Abitur, das Studium, die Berufsfindung. Durch diese gezielten Maßnahmen werden die Schüler nicht nur in ihrer schulischen Laufbahn, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt.
Jetzt wurde unsere Schule im feierlichen Rahmen für ihre langfristige Kooperation als „Offizielle Schule im Talentscouting-Programm NRWs“ ausgezeichnet, ein weiterer Baustein in Richtung Bildungsgleichheit unabhängig von der sozialen Herkunft.
Wir freuen uns, dass unseren Jugendlichen diese Möglichkeit offensteht. Wir möchten uns herzlich bei den ehrenamtlichen Talentscouts der TH/Universität zu Köln vor allem auch im Namen unserer Schüler*innen bedanken.
Sexualpädagogisches Projekt in Jahrgangsstufe 7
In guter Tradition fand auch in diesem Schuljahr wieder ein sexualpädagogisches Projekt an der Städtischen Gesamtschule am Michaelsberg am Bildungscampus Neuenhof statt. Gemeinsam mit Frau Schellenbach vom Kinderschutzbund und unserem Schulsozialarbeiter Herrn Ennenbach wurde das bewährte Format erstmals in Jahrgangsstufe 7 durchgeführt – eine bewusste Weiterentwicklung, die dem Entwicklungsstand der Jugendlichen noch besser gerecht wird.
Das Projekt ist seit Jahren ein fester Bestandteil unserer schulischen Präventionsarbeit und wird durch die Schulsozialarbeit aktiv begleitet. Ziel ist es, unseren Schüler*innen einen geschützten Rahmen zu bieten, in dem sie altersgerecht und respektvoll über Themen wie Körper, Sexualität, Gefühle, Beziehungen und persönliche Grenzen sprechen können. Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern vor allem um die Stärkung von Selbstwertgefühl, Empathie und sozialer Verantwortung.
Ein zentrales Element des Projekts ist die Möglichkeit, im Vorfeld anonym Fragen zu formulieren. Diese werden anschließend in geschlechtsgetrennten Gruppen aufgegriffen und besprochen – ein bewährter Ansatz, der Offenheit fördert und Raum für ehrliche Gespräche schafft.
